Wanderreiter



Ausbildungsrichtlinie

Der Lehrgang dient zur Vorbereitung von Wanderreiter-Anwärtern auf die Prüfung.
Der Kurs muss folgende Mindestanforderungen erfüllen:
Kursdauer: mindestens 20 Unterrichtseinheiten
Kursinhalt: mindestens folgende Themengebiete:

  • Planung und Vorbereitung von Wanderritten
  • Vorbereitung des Pferdes auf die besonderen Anforderungen beim Wanderreiten
  • Hufschutz bei Wanderritten, Arbeiten am Huf unterwegs
  • Ausrüstung für das Wanderreiten (Sattelzeug, Zäumung, Gepäck undGepäckanbringung, Ausrüstung für Pferd und Reiter sowie für Notfälle)
  • Wichtige Knoten, Anfertigen von Behelfshalftern zum Führen, Anbinden
    und Reiten
  • Kartenkunde
  • Streckenplanung nach Karte
  • Geschwindigkeiten (Tempi) und Streckenlängen beim Wanderreiten
  • Verwendung von Kompass und anderen Orientierungshilfen (GPS,
    Höhenmesser und anderes)
  • Orientierung im Gelände mit Karte und Kompass
  • Behelfsmäßige Orientierung ohne Hilfsmittel
  • Reitweisen beim Wanderreiten
  • Anbinden und behelfsmäßige Unterbringung von Pferden
  • Versorgung des Pferdes unterwegs und im Quartier
  • Leistungsangepasste Pferdefütterung bei Wanderritten
  • Giftpflanzen (Standorte, Erkennen, Gefährdungspotenzial)
  • Verhalten gegenüber Dritten
  • Elementare Wetterkunde
  • Verhalten bei Gewitter und anderen extremen Witterungsbedingungen.
  • Verhalten bei Unfällen und Zwischenfällen unterwegs

Alle Punkte sollen theoretisch behandelt und so weit wie möglich praktisch geschult und geübt werden. Der Lehrgang muss einen mindestens eintägigen
Übungsritt einschließen. Es wird empfohlen, beim Übungsritt den Umgang mit Karte und Kompass praktisch zu schulen.
Prüflinge müssen zusätzlich als Voraussetzung für die Prüfungszulassung entweder einen zweitägigen Lehrwanderritt oder zwei mehrtägige Wanderritte nachweisen.

Prüfung
Bezeichnung: Wanderreiter-Prüfung
Ziel: Nachweis ausreichenden Wissens und Könnens sowie
ausreichender Erfahrung, um eigenverantwortlich Wanderritte durchführen zu können
Mindestalter: 16 Jahre
Voraussetzungen: VFS-Mitgliedschaft,
Reittauglichkeit des Pferdes am Prüfungstag, korrekt
verpasste Zäumung und Sattelung in gebrauchssicherem Zustand, vorgeschriebene Zusatzausrüstung muss unverlierbar so am Pferd mitgeführt werden, dass keine Druck- oder Scheuerstellen auftreten können, Jugendliche müssen Reithelm und reittaugliche
Stiefel tragen, Pferd muss haftpflichtversichert sein

Vorleistungen: VFD-Geländereiterprüfung,
Vorbereitungslehrgang Wanderreiten mit mindestens 20 Unterrichtseinheiten, Kurs Erste Hilfe oder Kurs Sofortmaßnahmen am Unfallort und Kurs Erste Hilfe bei Reitunfällen (Bescheinigungen nicht älter als zwei Jahre), Kurs Erste Hilfe am Pferd, Teilnahme an einem mindestens zweitägigen
Lehrwanderritt oder Nachweis von mindestens zwei mehrtägigen Wanderritten mit einem geprüften Wanderrittführer

Prüfungsinhalt: Theoretische Prüfung mit den Prüfungsteilen: Vorbereitung, Ausrüstung, Belastungsgrenzen und Planungsgrundsätze bei Langstreckenritten, Kartenkunde
und Orientierung, Fütterung und Versorgung des Pferdes bei Langstreckenritten, Verhalten in Pausen oder Quartieren, Anbinden und behelfsmäßige Unterbringung von Pferden,
Reittauglichkeits- und Ausrüstungskontrolle, zweitägiger Prüfungsritt mit Übernachtungsgepäck, Orientierungs- und Sonderaufgaben gemäß den Inhalten
der Ausbildungsrichtlinie und den Durchführungsbestimmungen

Prüfer:
Ein für die Prüfungsstufe zugelassener VFD-Prüfer,
der nicht Ausbilder des Prüflings ist

Gültigkeit: Unbeschränkt

Bescheinigung: Ausweis (Reiterpass), ausgestellt durch den Prüfer