Übungsleiter R



Ausbildungsrichtlinie

Von Teilnehmern am Lehrgang werden bei Lehrgangsbeginn die Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten der folgenden Prüfungen erwartet:
VFD-Geländereiterprüfung, Reiterpass 1
VFD-Wanderreiterprüfung
VFD-Wanderrittführerprüfung
In der Regel werden sie durch die entsprechenden Prüfungen nachgewiesen.
Mit Zustimmung des VFD-Bundessportwartes können andere, vergleichbare Qualifikationen anerkannt werden.
Für die Zulassung zum Lehrgang wird die erfolgreiche Teilnahme an einer Sichtung vorausgesetzt.
Außerdem ist die Teilnahme an zwei Reitsport-Veranstaltungen im Gelände nachzuweisen.
Kursdauer: mindestens 120 Unterrichtseinheiten
Kursinhalt: mindestens folgende Themen:

Themengebiet 1:
Basiswissen für Ausbilder im Reitsport (Theorie, mindestens 15 Unterrichtseinheiten)
o Aufsichtspflicht und Haftung des Ausbilders
o Unfallverhütung im Reitsport
o Versicherungs- und Rechtsfragen
o Grundlagen der Didaktik im Reitsport
o Tierschutz im Pferdesport (diese Schulung sollte durch den Amtsveterinär durchgeführt werden)

Themengebiet 2:
Grundwissen für VFD-VFS Übungsleiter (Theorie, mindestens 15 Unterrichtseinheiten)
o Zielgruppe Freizeitreiter/innen
o VFD-Übungsleiter Aufgaben, Anforderungen, Stellung, Verantwortung, Haftung
o Die VFD/VFS Organisation, ARPO, Unterstützung der Übungsleiter-
Tätigkeit
o Rahmenbedingungen für Unterrichtserteilung und Reitbetrieb
o Theoretischer Unterricht Gestaltung, Hilfsmittel, Umfeld
o Praktischer Unterricht Gestaltung, Hilfsmittel, Umfeld, Sicherheitsvorkehrungen
o Reitunterricht Gestaltung, Eignung der Pferde, Ausrüstung, Hilfsmittel, Methoden, Umfeld, Sicherheit
o Grundlagen tiergerechter Pferdeausbildung und des tiergerechten Umgangs mit Pferden
o Anatomie und Biomechanik des Reitens
o Systematik von Reitlehren
o Erstellen von Lehrgangsunterlagen

Themengebiet 3:
Unterrichten in Pferdekunde und Pferdehaltung (Theorie, mindestens 10 Unterrichtseinheiten)
o Kurze Wiederholung aller Themen der VFD-VFS Ausbildungsrichtlinie, Pferdekunde und Pferdehaltung, bei Bedarf Vertiefung und Aktualisierung
o Methoden beim Vermitteln der Themen Pferdekunde und Pferdehaltung
o Erarbeitung und Probevortrag von Übungsreferaten unter Nutzung
gängiger Medien und Hilfsmittel (mit Beurteilung und Korrekturhinweisen)

Themengebiet 4:
Basis-Reitunterricht (Praxis, mindestens 30 Unterrichtseinheiten)
o Annähern an Pferde, Einfangen, Aufhalftern
o Führen von Pferden (auch im Straßenverkehr)
o Anbinden des Pferdes im Stall beziehungsweise am Putzplatz
o Putzen des Pferdes
o Hufreinigung, Kontrolle und Pflege
o Kontrolle des Hufbeschlags
o Überpr+fung der Reittauglichkeit, Erkennen von Erkrankungen
o Körperbau und Verhaltensweisen des Pferdes an praktischen Beispielen
o Satteln und Zäumen des Pferdes
o Überprüfen der Ausrüstung auf korrekten Sitz und Gebrauchssicherheit
o Aufsitzen und Absitzen
o Sitz des Reiters, Sitzarten, Sitzübungen und Sitzschulung (an der Longe, auf Handpferd, frei)
o Hilfengebung, Handhabung der Zügel, richtiger Kontakt mit dem
Pferdekopf, Zusammenwirken mit anderen Hilfen
o Reiten der Grundgangarten, Wechsel der Gangart, Beeinflussung von Haltung und Tempo und anderes

Themengebiet 5:
Schulung von Gelände- und Wanderreitern (mindestens 30 Unterrichtseinheiten)
o Kurze Wiederholung aller Themen der VFD-VFS Ausbildungsrichtlinien Geländereiten und Wanderreiten, bei Bedarf Vertiefung und / oder Aktualisierung
o Methoden beim Vermitteln der Themen Geländereiten und Wanderreiten
o Kurze Wiederholung aller Themen der VFD-VFS Ausbildungsrichtlinien Rittführung, bei Bedarf Vertiefung und/oder Aktualisierung
o Didaktik bei Rittführungslehrgängen
o Empfehlungen zur praktischen Durchführung von Lehrgängen

Themengebiet 6:
Leistungstraining mit Pferden (mindestens 10 Unterrichtseinheiten)
o Grundlagen des Leistungstrainings mit Pferden
o Tierschutz im Leistungssport, Leistungsgrenzen von Pferden
o Förderung von Schritt, Trab und Galopp für das Geländereiten
o Förderung von Rittigkeit und Trittsicherheit bei Geländepferden
o Praktisches Konditionstraining für Langstreckenritte und Geländewettbewerbe
o Fütterung, Pflege und Behandlung des Pferdes bei hoher Leistungsanforderung

Themengebiet 7:
Durchführen von Veranstaltungen (mindestens 10 Unterrichtseinheiten)
o Planung, Ausschreibung, Organisation und Durchführung von Reitveranstaltungen

Nach dem Übungsleiterkurs muss ein Praktikum über mindestens 100 Unterrichtseinheiten in anerkannten VFD-Ausbildungsstätten erfolgen. (Ausnahmen, dies in anderen Betrieben durchzuführen, bedürfen der Befürwortung des Sportwartes und der Genehmigung des Bundessportwarts). Weiterhin muss bei einem VFD/VFS Ausbildungskurs nach der gültigen ARPO (mindestens Aufbaustufe)
assistiert werden.

Nach erfolgreicher Teilnahme am Lehrgang und der Organisation und Durchführung eines ausgeschriebenen dreitägigen Lehrwanderrittes mit mindestens fünf Teilnehmern, kann die Übungsleiterprüfung Wanderreitausbildung abgelegt werden.

Prüfung

Bezeichnung: Prüfung Übungsleiter Wanderreitausbildung
Ziel: Nachweis der fachlichen und sozialen Kompetenz zur
Ausbildung im Gelände- und Wanderreiten
Empfohlenes Mindestalter: 18 Jahre
Voraussetzungen: VFS-Mitgliedschaft, Reittauglichkeit des Pferdes bei der Prüfung, korrekt verpasste Zäumung und Sattelung
in gebrauchssicherem Zustand, Pferd muss haftpflichtversichert sein
Vorleistungen: VFD-VFS Wanderrittführerprüfung (mindestens seit einem Jahr), Vorbereitungslehrgang Übungsleiter Wanderreitausbildung mit mindestens 120 Unterrichtseinheiten,
Kurs Erste Hilfe oder Kurs Sofortmaßnahmen am Unfallort und Kurs Erste Hilfe bei Reitunfällen (Bescheinigungen nicht älter als zwei Jahre), Kurs Erste Hilfe am Pferd, Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an mindestens zwei Reitsportveranstaltungen im Gelände, Nachweis der Organisation und Durchführung eines ausgeschriebenen dreitägigen Lehrwanderritts mit mindestens fünf Teilnehmern, Nachweis der Teilnahme an Praktikum im vorgeschriebenen Umfang von 100 Unterrichtseinheiten in einer anerkannten VFD-Ausbildungsstätte, (Ausnahmen, dies in anderen Betrieben durchzuführen, bedürfen der Befürwortung des Landessportwartes und der Genehmigung des
Bundesssportwartes). Assistenznachweis von einem VFD/VFS Ausbildungslehrgang (mindestens Aufbaustufe)

Prüfungsinhalt:
Theoretische Prüfung, Reitprüfung in der Bahn, Lehrprobe Theorie-Unterricht, Lehrprobe in praktischer Unterrichtserteilung (Basis-Reitausbildung),
Lehrprobe Wanderreitausbildung oder Rittführerausbildung gemäß den Inhalten der Ausbildungsrichtlinien, schriftliche Ausarbeitung von drei Themen, die
zu Beginn der Ausbildung zugeteilt werden. Diese Themen müssen vier Wochen vor der Prüfung einem der beiden zuständigen Prüfer zur Beurteilung zugehen.
Die Abgabe der Ausarbeitung in vollständiger schriftlicher und digitaler Form ist Prüfungsvoraussetzung. Die Rechte an der Ausarbeitung gehen an die
VFD zur freien Verwendung. Die Einhaltung des Copyrights für verwendete Text-, Bild- und Tonmaterialien ist zu gewährleisten.

Prüfer:
Prüfergremium mit mindestens zwei vom VFD Bundessportwart bestellten Prüfern (VFD-Reitlehrer P) und dem Lehrgangsleiter (VFD-Reitlehrer A)
Gültigkeit: Befristet auf ein Jahr; zur Verlängerung ist jedes Jahr die Teilnahme an einer VFD-VFS Pflichtweiterbildung erforderlich. Der Inhaber dieser Lizenz darf alle Eingangs-, Grund- und Aufbaustufen ausbilden

Bescheinigung:
Urkunde und Ausweis (Übungsleiterausweis), ausgestellt durch den Bundessportwart.