Übungsleiter B



Ausbildungsrichtlinie

Von Teilnehmern am Lehrgang werden bei Lehrgangsbeginn die Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten folgender Prüfungen erwartet:
VFD/VFS-Geländereiterprüfung, Reiterpass 1
VFD-Geländerittführerprüfung

Für die Zulassung zum Lehrgang wird die erfolgreiche Teilnahme an einer Sichtung vorausgesetzt. Die Aufgaben der Sichtung teilt der Lehrgangsleiter den Teilnehmern mindestens vier Wochen
vor der Sichtung schriftlich mit.

Kursdauer: mindestens 120 Unterrichtseinheiten
Kursinhalt: mindestens folgende Themen:
Themengebiet 1:
Basiswissen für Ausbilder im Reitsport (Theorie, mindestens 15 Unterrichtseinheiten)
o Aufsichtspflicht und Haftung des Ausbilders
o Unfallverhütung im Reitsport
o Versicherungs- und Rechtsfragen
o Grundlagen der Didaktik im Reitsport
o Tierschutz im Pferdesport (diese Schulung sollte durch den Amtsveterinär durchgeführt werden)

Themengebiet 2:
Grundwissen für VFD/VFS-Übungsleiter (Theorie, mindestens 15 Unterrichtseinheiten)
o Zielgruppe Freizeitreiter/innen
o VFD/VFS-Übungsleiter Aufgaben, Anforderungen, Stellung,
Verantwortung, Haftung
o Die VFD/VFS Organisation, ARPO, Unterstützung der
Übungsleiter-Tätigkeit
o Rahmenbedingungen für Unterrichtserteilung und Reitbetrieb
o Theoretischer Unterricht Gestaltung, Hilfsmittel, Umfeld
o Praktischer Unterricht Gestaltung, Hilfsmittel, Umfeld, Sicherheitsvorkehrungen
o Reitunterricht Gestaltung, Eignung der Pferde, Ausrüstung, Hilfsmittel, Methoden, Umfeld, Sicherheit
o Grundlagen tiergerechter Pferdeausbildung und des tiergerechten Umgangs mit Pferden
o Anatomie und Biomechanik des Reitens
o Systematik von Reitlehren
o Erstellen von Lehrgangsunterlagen

Themengebiet 3:
Unterrichten in Pferdekunde und Pferdehaltung (Theorie, mindestens 10 Unterrichtseinheiten)
o Kurze Wiederholung aller Themen der VFD-VFS Ausbildungsrichtlinie
Pferdekunde und Pferdehaltung, bei Bedarf Vertiefung und Aktualisierung
o Methoden beim Vermitteln der Themen Pferdekunde und Pferdehaltung
o Erarbeitung und Probevortrag von Übungsreferaten unter Nutzung gängiger Medien und Hilfsmittel (mit Beurteilung und Korrekturhinweisen)

Themengebiet 4:
Basis-Reitunterricht (Praxis, mindestens 30 Unterrichtseinheiten)
o Annähern an Pferde, Einfangen, Aufhalftern
o Führen von Pferden (auch im Straßenverkehr)
o Anbinden des Pferdes im Stall beziehungsweise am Putzplatz
o Putzen des Pferdes
o Hufreinigung, Kontrolle und Pflege
o Kontrolle des Hufbeschlags
o Überprüfung der Reittauglichkeit, Erkennen von Erkrankungen
o Körperbau und Verhaltensweisen des Pferdes an praktischen Beispielen
o Satteln und Zäumen des Pferdes
o Überprüfen der Ausrüstung auf korrekten Sitz und Gebrauchssicherheit
o Aufsitzen und Absitzen
o Sitz des Reiters, Sitzarten, Sitzübungen und Sitzschulung (an der Longe, auf Handpferd, frei)
o Hilfengebung, Handhabung der Zügel, richtiger Kontakt mit dem
Pferdekopf, Zusammenwirken mit anderen Hilfen
o Reiten der Grundgangarten, Wechsel der Gangart, Beeinflussung von Haltung und Tempo und anderes mehr

Themengebiet 5:
Reitunterricht mit Anfängern und Fortgeschrittenen (Praxis, mindestens 40 Unterrichtseinheiten)
o Verhalten in der Reitbahn (Regeln, Figuren)
o Bodenarbeit
o Longieren
o Gymnastizierendes Reiten
o Schulung von Reitern im Bewältigen von Standard Trailhindernissen
o Schulung von Reitern im Springsitz und im Springen von Hindernissen

Themengebiet 6:
Geländereiten mit Anfängern und Fortgeschrittenen (Praxis, mindestens 10 Unterrichtseinheiten)
o Vorbereitung von Anfängern auf das Reiten im Gelände und in der Gruppe
o Schulung und Korrektur von Reitern im Gelände
o Bewältigen einfacher Geländeschwierigkeiten

Nach dem Übungsleiterkurs muss ein Praktikum über mindestens 100 Unterrichtseinheiten in anerkannten VFD-Ausbildungsstätten erfolgen. (Ausnahmen, dies in anderen Betrieben durchzuführen, bedürfen der Befürwortung des Landessportwartes und der Genehmigung des Bundesssportwartes).
Weiterhin muss bei einem VFD-VFS Ausbildungskurs nach der gültigen ARPO (mindestens Grundstufe) assistiert werden. Danach kann die Übungsleiterprüfung Basisreitausbildung abgelegt werden.

Prüfung
Bezeichnung: Prüfung Übungsleiter Basisreitausbildung
Ziel: Nachweis der fachlichen und sozialen Kompetenz zur
Erteilung von Kinder- und Anfänger-Unterricht im
Reiten, sonstigem Reitunterricht in Reitbahn und
Gelände sowie der Vorbereitung auf Ausritte in der Gruppe
Mindestalter: 18 Jahre
Voraussetzungen: VFS-Mitgliedschaft, Reittauglichkeit des Pferdes bei der Prüfung, korrekt verpasste Zäumung und Sattelung in gebrauchssicherem Zustand, Pferd muss haftpflichtversichert sein Vorleistungen: VFD-VFS Geländerittführerprüfung (mindestens seit einem Jahr), Vorbereitungslehrgang Übungsleiter Basisreitausbildung mit mindestens 120 Unterrichtseinheiten, Kurs Erste Hilfe oder Kurs Sofortmaßnahmen am Unfallort und Kurs Erste Hilfe bei Reitunfällen (Bescheinigungen nicht älter als zwei Jahre), Kurs Erste Hilfe am Pferd,
Nachweis der Teilnahme an Praktikum im vorgeschriebenen
Umfang von 100 Unterrichtseinheiten in einer anerkannten VFD Ausbildungsstätte, Assistenznachweis von einem VFD-VFS Ausbildungslehrgang (mindestens Grundstufe)

Prüfungsinhalt:
Theoretische Prüfung, Reitprüfung in der Bahn,
Bodenarbeit oder Longieren, Beurteilung der Ausführung
einer Reitaufgabe, Lehrprobe Theorie-Unterricht, Lehrproben in praktischer Unterrichtserteilung gemäß den Inhalten der Ausbildungsrichtlinie, schriftliche Ausarbeitung von drei Themen, die zu Beginn der Ausbildung zugeteilt werden. Diese Themen müssen vier Wochen vor der Prüfung einem der
beiden zuständigen Prüfer zur Beurteilung zugehen.
Die Abgabe der Ausarbeitung in vollständiger schriftlicher
und digitaler Form ist Prüfungsvoraussetzung.
Die Rechte an der Ausarbeitung gehen an die VFD zur freien Verwendung. Die Einhaltung des Copyrights für verwendete Text-, Bild- und Tonmaterialien
ist zu gewährleisten.

Prüfer: Prüfergremium mit mindestens zwei vom VFD-Bundessportwart bestellten Prüfern (VFD-Reitlehrer P) und dem Lehrgangsleiter (VFD-Reitlehrer A)

Gültigkeit: Befristet auf ein Jahr; zur Verlängerung ist jedes Jahr die Teilnahme an einer VFD-VFS Pflichtweiterbildung erforderlich. Der Inhaber dieser Lizenz darf alle Eingangsstufen und die Grundstufe Geländereiter VFD/VFS ausbilden
Bescheinigung: Urkunde und Ausweis (Übungsleiterausweis), ausgestellt
durch den Bundessportwart.