Allgemeines



Die Ausbildungsrichtlinien und die Prüfungsordnungen der VFS sind in erster Linie für Gelände- und Wanderreiter bestimmt. Je nach Vorkenntnissen und Fertigkeiten können entsprechende Prüfungsgrade gewählt und Prüfungen abgelegt werden.
Die verschiedenen Urkunden sollen im Inland wie im Ausland eine Basis zu besserem Verständnis zwischen Gelände- und Wanderreitern, Erholungssuchenden und anderen Nutzern der freien Landschaft wie Waldbesitzern, Jägern, Forstbehörden und Landwirten sein, aber auch der Motivation des Reiters dienen.
Der Inhaber einer solchen VFS- Urkunde muss sich stets seiner besonderen Verantwortung gegenüber dem Pferd, der Umwelt und seinen Mitmenschen bewusst sein. Bei schwerwiegenden Verstößen ist daher auf Verlangen des Ausstellers die Urkunde zurückzugeben.

Veranstalter von Ausbildungskursen und Prüfungen
Zur Durchführung der Ausbildungen nach der Prüfungsordnung sind nur VFD/VFS Geländerittführer/ Übungsleiter und VFD/VFS-Reitlehrer berechtigt. Sie können sich für einzelne Themen sachkundiger Dritter als Referenten bedienen.
Alle Ausbildungskurse sind mindestens vier Wochen vor Beginn dem zuständigen Landessportwart bekannt zu geben.
Die Organisation der Prüfung kann durch VFD/VFS- Geländerittführer, Übungsleiter oder VFD/VFS-Reitlehrer erfolgen.

Anmeldung zu den Prüfungen, Prüfungsgebühren, Prüfungsergebnisse
Der Prüfungstermin und die zu prüfenden Stufen müssen spätestens drei Wochen vor Beginn der Prüfung dem zuständigen Sportwart gemeldet werden.
Spätestens 14 Tage vor der Prüfung sind durch den Organisator dem zugeteilten Prüfer Teilnehmerzahl und Einzelheiten mitzuteilen.
Der Prüfer ist für die korrekte Abnahme der Prüfung zuständig. Er kontrolliert, ob die Vorleistungen und Voraussetzungen erfüllt sind. Auf die besonderen Belange von Menschen mit Behinderungen ist einzugehen.
Die Prüfungsgebühren sind spätestens 3 Wochen vor der Prüfung bei Anmeldung dieser fällig.
Der Prüfer hat dem jeweiligen Sportwart spätestens 14 Tage nach Prüfungsabnahme die Prüfungsergebnisse mitzuteilen.

Prüfungstermin, Prüfungsort
Prüfungstermine und der Prüfungsort werden vom Organisator mit dem Sportwart vereinbart und in geeigneter Weise bekannt gegeben oder ausgeschrieben.
Der Organisator ist in Absprache mit dem Prüfer für die Vorbereitung der Prüfung verantwortlich. Den Prüfern sind auf Verlangen für die Abnahme der Prüfung zuverlässige Pferde zu stellen.

Bewertung
Bei der Bewertung müssen die VFD/VFS- Leitsätze zum Umgang mit dem Pferd stets beachtet werden.
In der praktischen Prüfung muss jeder Prüfungsteil bestanden werden, in der theoretischen Prüfung 60 Prozent der Anforderungen in jedem Sachgebiet. Bei nicht bestandener Prüfung ist dem Prüfling die Bewertung zu erläutern.
Als Ergebnis der Prüfung gibt es nur die Wertung bestanden oder nicht bestanden. Der Prüfer kann aber, wenn die Prüfung im Ganzen korrekt ausgeführt wurde, in einem Fachbereich die erforderlichen Kenntnisse für ein Bestehen jedoch nicht gereicht haben, dem Prüfling eine Auflage erteilen, die eine nachhaltige Aufarbeitung des fehlenden Stoffes beinhaltet. Die Erfüllung der Auflage ist zu überwachen, anschließend gilt die Prüfung als bestanden.
Nicht bestandene theoretische oder praktische Teilprüfungen können innerhalb eines Jahres wiederholt werden.

Konfliktfälle
Über Konfliktfälle in der Eingangs- und Grundstufe entscheidet der Sportwart. Über Konfliktfälle in allen anderen Stufen entscheidet der Vorstand in Absprache mit dem Sportwart.

Reitweisen
Die VFS ist für alle Reitweisen, die den VFD Leitsätzen zum Umgang mit dem Pferd nicht widersprechen, offen.

Sporen und Gerte
Eine Gerte darf während einer Prüfung nur nach Absprache mit dem Prüfer mitgeführt werden.
Sporen sind in den Eingangs- und Grundstufen generell ausgeschlossen. In allen anderen Stufen dürfen Sporen und Gerte nur in begründeten Fällen nach Absprache mit dem Prüfer eingesetzt werden. Die Entscheidung des Prüfers ist bindend. Jeder Missbrauch von Sporen oder Gerte in VFS- Prüfungen führt zum Nichtbestehen der Prüfung.

Aberkennung von Qualifikationen
Bei groben Verstößen gegen gesetzliche Regelungen (Tierschutzgesetz, StVOund andere), Vereinsinteressen oder die in der Vereinssatzung festgelegten Ziele besteht die Möglichkeit, in der VFS erworbene Qualifikationen abzuerkennen.
Auch bei nicht besuchen von einer jährlichen Pflichtweiterbildung für Ausbilder und Rittführer.

Datenschutz
Die Prüfungsergebnisse werden zusammen mit den Teilnehmerdaten auf elektronischen Medien zur Archivierung gespeichert.